„Gebet erhört: Äthiopierin ins Leben zurückgekehrt“

•23. März 2008 • Schreibe einen Kommentar

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Dieser Titel prangt stolz auf der jesus.ch Hauptseite über einem aktuellen Artikel. Ein Hohes Tier dieser Seite, Beat Baumann, kenne ich persönlich, da mein Vater Pfarrer ist. Ich erinnere mich daran, dass ich ihn vor ca. 7 Jahren einmal gefragt habe, weshalb denn Got heute keine Wunder mehr wirke. Da antwortete er: „Natürlich wirkt Gott noch heute Wunder! Letzthin wurde in Afrika (welcher Zufall!) einer von einem Car voller Christen überfahren. Der war nur noch „Müesli“. Dann stiegen die Christen aus und beteten für ihn und da stand er wieder auf.“ „Und das stimmt wirklich?“ Fragte ich. „Oh ja“ – und ich glaubte es. Wie konnte ich auch anders? Niemals wurde ich dazu angeleitet, geistig selbst Gehen zu lernen, ich kroch quasi noch auf dem kindlichen Erkenntnisboden herum. Glücklicherweise bin ich mir heute bewusst, dass es keinerlei solche „übernatürliche“ Phänomene gibt oder je gegeben hat, wie das David Hume auf gedanklicher, und James Randi auf praktischer Ebene mit seiner 1-Million-Dollar-Challenge für jemanden, der unter kontrollierten Bedingungen etwas „Übernatürliches“ nachweist, hervorragend gezeigt haben.
Erschreckenderweise Ignorieren gläubige Menschen solche Gedanken und leben weiter in ihrer wundersamen Traumwelt. Aber wirklich schlimm sind diejenigen, die offensichtlich vorsätzlich, und im Wissen um die Falschheit der Information „Wunder“ erfinden, die perfekt in ihr Glaubenssystem passen, diese dann inszenieren und sogar multidmedial verbreiten, wahrscheinlich mit der Absicht, damit andere Seelen vor der ewigen Verdammnis zu retten.
Ein Paradebeispiel dafür ist die Quelle der auf jesus.ch verbreiteten Falschmeldung: http://yourchristianmusicfm.imeem.com/blogs/2008/02/20/hM6XlyNP/ethiopian_woman_raised_from_the_dead_after_12_hourstells_about_heaven
Ziehen Sie sich mal dieses Video rein. Eine bekehrte Christin, ehemalige Muslimin, ist krank (an welcher Krankheit sie leidet, lässt sich aus dem Video nicht entnehmen), ist dann für 12 Stunden „tot“ (was das heisst, wird nicht genauer spezifiziert) und wird dann wieder auferweckt von einem Prediger, dem an jenem Morgen von „Gott“ gesagt wurde, er werde an jenem Tag eine tote auferwecken. Dazu wird noch ausführlich beschriben, wie sie während der Zeit als sie „tot“ war, einen Bekannten wieder erkannt habe und wie schön es dort war etc. Ausserdem stellt sie zum Schluss des Videos fest: „now i have seen, when a christian dies, he goes to a better place and his body goes back to dust. For a non-believer that is a place of sadness but when a christian dies, he goes to a place where everything is good, where everything is very very happy“ Also weil sie angeblich solche schönen Sachen gesehen hat, kann die ein Nichtgläubiger nicht erleben, aha, so ist das! Wer Glauben hat, braucht offenbar keine Logik, vor diskriminierung gegenüber anders- (also falsch-) Gläubigen oder Nichtgläubigen, wird aber nicht zurückgeschreckt. Es wird doch tatsächlich ohne jegliche Beweislage behauptet, und als Wahrheit dargestellt, dass ein Ungläubiger nach dem Tod zu einem „place of sadness“ kommt. Wie arrogant, wie diskriminierend, wie naiv, wie unbewiesen ist diese Aussage?
Das ganze Video ist mit einer amerikanischen Synchronstimme unterlegt und die Produktion dieses Filmmaterials ist für einen Laien unmöglich, da wurde also offensichtlich Geld reingebuttert, wahrscheinlich von amerikanischen Fundamentalisten, die dann dieses Video zu bekehrungszwecken benützen.
Die einzigen „Beweise“ die vorgebracht werden, sind die „Zeugnisse“ der betroffenen Frau und des heldenhaften Predigers. Also ehrlich, seht ihr nicht, dass man IRGENDETWAS, völlig unabhängig von dessen Wahrheitsgehalt, mit 2 „Zeugenberichten“ in einem Video „beweisen“ kann?
Aber das wirklich traurige daran ist, dass man noch heute „Wunder“ erfinden und wirksam verbreiten kann und Menschen dies dann als Wahrheit annehmen. Eigentlich zeigt dies eindrücklich, wie Glaube entsteht und erhalten wird: Jemand hat, aus welchem Grund auch immer, Geschehnisse erfunden, beeindruckend (damals war ein Schriftstück oder eine gekonnte mündliche Überlieferung sehr beeindruckend) inszeniert, und viele Leute haben es geglaubt. Gottseidank sind es heute dank des häufigeren Austritts aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit weniger als dazumals. Aber wer aus dieser selbstverschuldeten Unmündigkeit offensichtlich noch nicht ausgetreten ist, und diesem Video irgendwelchen Wahrheitsgehalt zuspricht, sollte dringend mal das Gehen lernen.
Und wenn euch irgendwann irgendmal irgendwas von Wundern erzählen will, sagt einfach: „Ich war vor einem Monat nach einem Snowboardunfall klinisch Tot, dann trat meine Seele aus dem Körper aus, und ich sah Thor. Er bestrafte alle mit ewiger Verdammnis, die nicht an ihn glaubten. Glücklicherweise wurde ich dann durch ein Gebet an den Teufel von einem Satanistenprediger, der gerade vorüberging wieder auferweckt!“ „Und das stimmt wirklich?“ „Oh ja“

shalom

Kopftuch zum zweiten

•21. März 2008 • 1 Kommentar

Auf 2omin.ch stiess ich soeben auf einen Artikel, der unter anderem dieses Bild beinhaltete:

Calmy Rey und Ahmadinedchad -Kopftuch, ohne Krawatte

Viele Worte will ich nicht nochmals verlieren, aber eines ist doch schon auffällig: Madame Gutherz passt sich den lokalen „Gesetzen“ an, Herr „Ich-bin-ein-ganz-atypischer-Staatspräsident“ setzt sich über die Etikette bei internationalen Treffen von Staatschefs hinweg und verzichtet einmal mehr auf eine Krawatte.

Bundesrätin Calmy-Rey ist ein bisschen allzu vorschnell, wenn es um das Zuvorkommen gegenüber Nichtschweizern geht. Meiner Meinung nach politisiert sie extrem emotional und daher auch ein bisschen unreflektiert.

Hätte sie nämlich ein wenig über ihr Tenü beim Treffen mit Ahmadinedchad nachgedacht (das ja per se äusserst umstritten resp. kritisiert ist), so hätte sie eventuell auch eingesehen, dass sie Schweizerin ist. Und bei diesem Treffen die Anliegen der Schweiz vertritt.

So oder so, es war wahrscheinlich gesamthaft kluger, ein Kopftuch anzuziehen, um Probleme zu vermeiden; was für eine politische Welt ist es aber, in der sogar die Kleidung Anlass zu potenziellen Konflikten ist?

Kolumbien – Südamerika – Hinterhof

•16. März 2008 • Schreibe einen Kommentar

Drei Staatsoberhäupter, die sich und ihr Land gegeneinander aufhetzen, bis sie kurz vor einem Krieg stehen – Wie kommt es soweit?

Eine Horde der Farc (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia), die von den meisten Ländern des Westens, insbesondere von den USA, als Terrororganisation gescholten wird, wurde von kolumbianischen Truppen bis über deren Grenze mit Ecuador verfolgt und schliesslich innerhalb ecuadorianischen Territoriums angegriffen und zerschlagen und deren Anführer Reyes wurde getötet..

Rafael Correa, Staatspräsident von Ecuador, verurteilte diese Aktion und verlangte öffentlich eine Entschuldigung von Alvaro Uribe, dem Präsidenten Kolumbiens. Dieser lieferte die Entschuldigung nicht, sondern bezichtigte seinerseits Ecuador, sowie auch Venezuela enger Beziehungen zu der Farc und forderte Transparenz. So nahm das Übel seinen Lauf. Hugo Chavez (Präsident Venezuelas), nun auch involviert, heizte den Konflikt nochmals an, indem er Uribe öffentlich beleidigte. Ein hin und her, dass in einem Handelsembargo zwischen Venezuela und Kolumbien und einem Aufmarsch von Truppen Ecuadors und Venezuela an deren jeweiligen Grenzen zu Kolumbien gipfelte.

Daraufhin wurde von verschiedenen Seiten – insbesondere auch vom immer besonnen wirkendenen Uribe – eine Lösung gesucht und in einem Gipfeltreffen auf der Dominikanischen Republik mehr oder weniger gefunden.

Meiner Meinung nach sind weder Uribe noch Chavez oder Correa alleine Schuld an diesem Konflikt, der glücklicherweise gelöst werden konnte. Schuld ist der geschichtliche Hintergrund Südamerikas, das seit seiner Entdeckung 1492 durch Kolumbus in sich ständiger Ungerechtigkeit entwickeln musste. Zuerst waren es die Europäer, die den Kontinent neu besiedelten und eine ganze Kultur und Gesellschaft kurzerhand vernichteten und sich eine neue Ordnung schufen. Indigene Völker wurden bekämpft und ausgerottet, so dass die wenigen Überlebenden bis heute zum tiefsten Stand gehören und meistens in Armut leben.

Im vergangenen Jahrhundert waren es die Amerikaner, die das Geschehen in ganz Südamerika massgeblich mitbestimmten und/oder beeinflussten. Ihr „Hinterhof“ – wie sie den Nachbarkontinenten zu nennen pflegen – kontrollierten sie soweit sie konnten. Sie unterstützten die auserwählten Staaten, versprachen sich damit auch ein Mitspracherecht und bekämpften direkt oder indirekt mithilfe der Unterstützungspolitik Staaten, die ideologisch verschieden – oder sonst gefährlich waren.

Was zurückbleibt ist ein Kontinent voller Zwietracht. Die einen werden tatsächlich noch heute vom grossen Bruder, der USA unterstützt und andere wehren sich vehement gegen die Einmischung desselben.

Am Ende ist es aber definitiv die Eintracht, die Früchte tragen wird und nicht der Streit. Solche Konflikte sollten diplomatischer gelöst werden können. Südamerika sollte sich mehr und mehr lösen von den Vereinigten Staaten, unabhängiger werden und sich schlussendlich, Europa gleich, zu einer Union zusammenschliessen. Obwohl schon jetzt gute Ansätze dazu da sind, in Form einer Unasur (Union de Naciones Suramericanas) oder einer CSN (Communidad Sudamericana de Naciones), wird es noch viel Zeit und Akzeptanz brauchen, damit die Scherben der Geschichte aufgewischt werden können. In diesem Sinne wünsche ich Südamerika eine gute Zukunft. !!!Juntos son fuerte!!!

 

Here’s a big „fuck you“ to all those who believe God let their leg regrow

•13. März 2008 • Schreibe einen Kommentar

terminal cancer:2.jpg

Ficken, Bumsen, Blasen

•12. März 2008 • Schreibe einen Kommentar

Es gibt keinen Gott. Auf jeden fall keinen, der den Menschen Gesetze auferlegt, die vom Staatsorgan durchgesetzt werden müssen. Folglich muss man in Anbetracht des Inhaltes dieser Vorschriften annehmen, das diese Gesetze auf äusserst irrationale Art und Weise in kranken, menschlichen Gehirnen entstanden sind. Für „Gott“ ist es dann beispielsweise moralisch falsch und bestrafungswürdig, wenn man sich als Frau nicht ausreichend mit Stoff bedeckt oder es halt mal lieber doggy-style hat als immer nur Missionarsstellung. Solche Gesetze gibt es beispielsweise im Gottesstaat Iran, wo es aufgrund mangelnder Säkularität tatsächlich eine Polizei gibt, die den Auftrag hat, die von den sogenannten Mullahs bestimmten „göttlichen“ Gesetze durchzusetzen. In den letzten paar Monaten wurden hunderte von jungen Iranerinnen verhaftet, weil sie isch nicht an diese hielten.
Und nun der Hammer: Der Iranische Polizeichef, also diejenige Person, die für diese göttliche moralische Säuberung zuständig ist, wurde bei einer Razzia, angeordnet vom Chef der iranischen Justizbehörde, Ajatollah Mahmud Haschemi, in einem Bordell mit sechs Prostituierten aufgefunden! Daraufhin trat der Polizeichef zurück. Im Iran haben die öffentlichen Medien bislang nicht darüber berichtet, das Volk soll wohl weiterhin glauben, diese Vorschriften seien gottgegeben und vorallem einhaltbar.
Gottseidank lebe ich in einem Land, wo man sich kleiden kann, wie einem beliebt, Kondome an jedem Selecta-Automaten erhältlich sind und das Rauchen des Nachnamens des Vorsitzenden der Iranischen Justiizbehörde (ohne die letzten drei Buchstaben) mich nicht in Gefahr bringt, gesteinigt zu werden.

Love Life, stop „God“!

peace

Rütli reloaded – Kosovo und die weite Welt

•7. März 2008 • 1 Kommentar

Falls die geschätzte Leserschaft dem Instant-Messaging ebenso erlegen ist wie den Autoren dieses Blogs, dann sollte Ihnen auch die Statusnachricht-Orgie einiger Benutzer ein Dorn im Auge sein. Nebst all den ach so herzigen Herzli und Blüemli und Regenbögli gibts dann auch tatsächlich einige Individuen, die hier politische Statments verbreiten (Ganz unter uns: Auch ich verlieh meiner Freude über Blochers Abwahl an besagter Stelle Ausdruck!). Und so ist es nicht erstaunlich, dass es in den Statusnachrichten einiger ursprünglich aus dem Gebiet des heutigen (ist ja schon lange her, hm…) Kosovo stammenden Kollegen nur so von Freude schäumte: „Endlich frei!“ „Kosovo 4 life!“. Das ginge ja alles noch. Was aber ist mit „Kosovo isch frei! Wie 1291“. Zum „Wie 1291“ werde ich im zweiten Teil des Blogs kommen – erst zum Kosovo im Allgemeinen.

Es ist doch schon interessant, dass, während nun bereits mehr als 20 Staaten die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo anerkannt haben, die Diskussionen zum Thema bleiben. Einerseits haben wir Serbien und Staaten wie Russland, die sich gegen die Unabhängigkeit ausgesprochen haben. Das ist aber nur nebensächlich und nur insofern interessant, dass es an die Furcht der USA vor einem Domino-Effekt während des Kalten Kriegs erinnert. Als Hauptgegner der Unabhängigkeit des Kosovo ist aber nach wie vor Serbien an vorderster Front.
Was sind Serbiens Gründe dafür? Das sind doch schon nur hauptsächlich emotionale Motive, denn das Gebiet, in dem der heutige Kosovo liegt, gilt als Geburtstätte der serbischen Kultur und Religion. Meiner Meinung nach sind diese Motive eher archaischer Natur.

Genau genommen scheint aufgrund der internationalen Medien kein einziger „sinnvoller“ Grund da zu sein, gegen die Unabhängigkeit zu plädieren. Meiner Meinung nach gibts da einige: Vor allem muss man betrachten, wie es vorher aussah und inwiefern sich die Lage bis heute verändert hat.

In diesem Zusammenhang las ich ein interessantes Interview in „Le Temps“ vom 5.3.08 mit dem finnischen Ex-Präsidentnen Martti Ahtisaari. Jetzt ist die Frage, was denn ein Finne mit dem Kosovo zu tun hat, unausweichlich. Der gute Herr war, so durfte man dem Artikel entnehmen, Initiant der kosovarischen Unabhängigkeitserklärung. Nebst einigen idealistischen Äusserungen zum Kosovo scheint dieser Mann tatkräftig den Kosovo in die Freiheit gebracht zu haben. Auf die Frage, ob das Problem denn nun gelöst sei, wusste er ironischerweise nur zu sagen:

Le Kosovo est maintenaint un problème européen.

Na toll. Löst es das Problem, die Verantwortung auf die Big Brothers im Staatengefüge abzuschieben, Ahtisaaris Plan zufolge die Weltbank in die finanzielle Unterstützung des Kosovo einzubinden? Ich meine: Nein!
Ein Beispiel, warum das nicht gerade sinnvoll ist: Investiert ein enttäuschter und seines Gelds beraubter UBS-Aktionär, um seinen Verlust wieder einzuspielen, aufs Geratewohl und frischfröhlich weiter? Weit gefehlt!
Ebenso wird ein stark verschuldeter Staat kaum neue Kredite aufnehmen, um die alten Schulden zu tilgen – sonst wäre unser AHV-Problem ja schon lange gelöst… Was ich aufzeigen möchte, ist, dass es unsinnig ist in einem instabilen politischen Gefüge drastische Veränderungen vorzunemen. Da kann der gute Herr Ahtisaari noch so sehr davon überzeugt sein, dass der Kosovo mit seinen Braunkohle- und Mineralienressourcen international eine Chance hat – der Kosovo hält, wie er im gleichen Satz einräumen muss, drei traurige europäische Rekorde: Eine Arbeitslosigkeitsquote von etwa 40-60%, die höchste Kindersterblichkeit und die niedrigsten Lebensstandards des ganzen Kontinents.
All das lässt mich zum Schluss kommen, das der Schritt in die Unabhängigkeit, der ja unweigerlich eine Loslösung von den bisherigen ordnenden und absichernden Strukturen bedeutet, kein sinnvoller Schritt war. Instabilität mit Abschottung zu kontern, das erscheint mir doch als politischer Wahnwitz.

Aber gehen wir doch – der Vollständigkeit halber – einmal davon aus, dass der am 17. Ferbuar vollzogene Schritt ein sinnvoller war. Welche Perspektiven hat denn dieses Land nun? Ein grosses Ziel kann es so oder so nicht erreichen, so zum Beispiel wird es ihm unmöglich sein, auf irgendeine Weise von allen andern Balkanstaaten wirtschaftlich abzuheben. Gesamthaft gesehen ist es also zu bezweifeln, dass der Schritt in die Unabhängigkeit für den Kosovo eine Verbesserung in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht bedeutet.
Was sind also die Zukunftsaussichten dieses Landes? Erst mal müssen staatliche Institutionen gebildet werden, müssen fiskale Einrichtungen erarbeitet, Gelder gefunden werden für die Finanzierung all dessen, was einen Staat ausmacht. Denn von einem Wohlfahrtsstaat ist der Kosovo meilenweit entfernt.

Wie wäre es aber, wenn der Kosovo weiterhin eine serbische Provinz geblieben wäre? Stimmt gar nicht, würde da ein Serbe erst mal sagen. Auch Ahtisaari stellt fest:

Depuis 1999, le Kosovo a été un protéctariat onusien.

Das Schwierige an Diskussionen über den Balkan ist die komplexe Geschichte, die diese Region hat – sie reicht bis in die Gegenwart und hat mit dem 17. Februar eine weiter bedeutende Wendung genommen. Natürlich konnte die praktische Besetzung von friedensstiftenden Truppen nicht zum Dauerzustand verkommen. Aber sicherlich ist es gefährlich und unklug, einen Schritt zu machen, mit dem nur die Hälfte der involvierten Parteien einverstanden ist – denken wir bloss an die Konflikte aufgrund von ethnischen Differenzen im Irak.

Quo vadit Kosovo? In die EU? Die Zukunft wird es zeigen…

Gruss, Ueli

PS: Teil zwei dieses Blogs folgt bald!

Unsere Seite ist keine Todesanzeige,

•5. März 2008 • 3 Kommentare

auch wenn sie vielleicht aufgrund ihrer hautpsächlich dunklen Farbgestaltung so wirken mag. Nein, wir haben dieses Design gewählt, um tatsächlich etwas gegen den Klimawandel zu tun! Weisse Bildschirme verbrauchen viel mehr Strom als schwarze, da sie viel heller leuchten – logisch, oder? Deshalb verbraucht jeder Internet-User, währenddem er unsere Blogeinträge liest, weniger Strom als er/sie verbrauchte, wenn der Hintergrund weiss gestaltet wäre. Unserer Meinung nach ist eine graue Schrift auf schwarzem Grund gar nicht so unangenehm fürs Auge und stellt somit unserer Ansicht nach, im Vergleich zu den gängigen Websitegestaltungen mit weissem Hintergrund, keine Verminderung der Lebensqualität dar. Somit können wir es uns auch leisten, diesen kleinen, aber immerhin existenten Beitrag gegen die Klimaerwärmung zu leisten.

Anders sieht es da schon aus, wenn es darum geht, den PC auszuschalten anstatt ihn in den Ruhezustand oder den Standbymodus zu versetzen. Dies IST tatsächlich eine Verminderung der Lebensqualität, die es nicht auf sich zu nehmen gilt, da der der Klimaerwärmung entgegenwirkende Effekt dieser Handlung im Vergleich zum Aufwand deutlich zu klein ist. Sollte ich tatsächlich immer ungefähr zehn mal so lange warten bis mein PC aufgestartet ist, bloss um das Klima langfristig um 0.0000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000001 Grad Celsius weniger zu erwärmen? NEIN DANKE!

Und genau so schauts auch mit meinem Haartrockner als Fussheizung aus. Sorry, ich bin süchtig!

Also dann, weiterhin viel Spass im Kampf gegen die unaufhaltbare Klimaerwärmung – aber lasst euch in eurer Lebensqualität nicht einschränken, wir leben nur ein Mal, und es ist zu schade dieses Leben ohne Stromverschwendung zu leben.

Ich wähle übrigens die Grüne Partei.

In psychologischer Behandlung bin ich auch schon, danke.

peace