header image
 

Here’s a big “fuck you” to all those who believe God let their leg regrow

terminal cancer:2.jpg

Ficken, Bumsen, Blasen

Es gibt keinen Gott. Auf jeden fall keinen, der den Menschen Gesetze auferlegt, die vom Staatsorgan durchgesetzt werden müssen. Folglich muss man in Anbetracht des Inhaltes dieser Vorschriften annehmen, das diese Gesetze auf äusserst irrationale Art und Weise in kranken, menschlichen Gehirnen entstanden sind. Für “Gott” ist es dann beispielsweise moralisch falsch und bestrafungswürdig, wenn man sich als Frau nicht ausreichend mit Stoff bedeckt oder es halt mal lieber doggy-style hat als immer nur Missionarsstellung. Solche Gesetze gibt es beispielsweise im Gottesstaat Iran, wo es aufgrund mangelnder Säkularität tatsächlich eine Polizei gibt, die den Auftrag hat, die von den sogenannten Mullahs bestimmten “göttlichen” Gesetze durchzusetzen. In den letzten paar Monaten wurden hunderte von jungen Iranerinnen verhaftet, weil sie isch nicht an diese hielten.
Und nun der Hammer: Der Iranische Polizeichef, also diejenige Person, die für diese göttliche moralische Säuberung zuständig ist, wurde bei einer Razzia, angeordnet vom Chef der iranischen Justizbehörde, Ajatollah Mahmud Haschemi, in einem Bordell mit sechs Prostituierten aufgefunden! Daraufhin trat der Polizeichef zurück. Im Iran haben die öffentlichen Medien bislang nicht darüber berichtet, das Volk soll wohl weiterhin glauben, diese Vorschriften seien gottgegeben und vorallem einhaltbar.
Gottseidank lebe ich in einem Land, wo man sich kleiden kann, wie einem beliebt, Kondome an jedem Selecta-Automaten erhältlich sind und das Rauchen des Nachnamens des Vorsitzenden der Iranischen Justiizbehörde (ohne die letzten drei Buchstaben) mich nicht in Gefahr bringt, gesteinigt zu werden.

Love Life, stop “God”!

peace

Rütli reloaded - Kosovo und die weite Welt

Falls die geschätzte Leserschaft dem Instant-Messaging ebenso erlegen ist wie den Autoren dieses Blogs, dann sollte Ihnen auch die Statusnachricht-Orgie einiger Benutzer ein Dorn im Auge sein. Nebst all den ach so herzigen Herzli und Blüemli und Regenbögli gibts dann auch tatsächlich einige Individuen, die hier politische Statments verbreiten (Ganz unter uns: Auch ich verlieh meiner Freude über Blochers Abwahl an besagter Stelle Ausdruck!). Und so ist es nicht erstaunlich, dass es in den Statusnachrichten einiger ursprünglich aus dem Gebiet des heutigen (ist ja schon lange her, hm…) Kosovo stammenden Kollegen nur so von Freude schäumte: “Endlich frei!” “Kosovo 4 life!”. Das ginge ja alles noch. Was aber ist mit “Kosovo isch frei! Wie 1291″. Zum “Wie 1291″ werde ich im zweiten Teil des Blogs kommen - erst zum Kosovo im Allgemeinen.

Es ist doch schon interessant, dass, während nun bereits mehr als 20 Staaten die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo anerkannt haben, die Diskussionen zum Thema bleiben. Einerseits haben wir Serbien und Staaten wie Russland, die sich gegen die Unabhängigkeit ausgesprochen haben. Das ist aber nur nebensächlich und nur insofern interessant, dass es an die Furcht der USA vor einem Domino-Effekt während des Kalten Kriegs erinnert. Als Hauptgegner der Unabhängigkeit des Kosovo ist aber nach wie vor Serbien an vorderster Front.
Was sind Serbiens Gründe dafür? Das sind doch schon nur hauptsächlich emotionale Motive, denn das Gebiet, in dem der heutige Kosovo liegt, gilt als Geburtstätte der serbischen Kultur und Religion. Meiner Meinung nach sind diese Motive eher archaischer Natur.

Genau genommen scheint aufgrund der internationalen Medien kein einziger “sinnvoller” Grund da zu sein, gegen die Unabhängigkeit zu plädieren. Meiner Meinung nach gibts da einige: Vor allem muss man betrachten, wie es vorher aussah und inwiefern sich die Lage bis heute verändert hat.

In diesem Zusammenhang las ich ein interessantes Interview in “Le Temps” vom 5.3.08 mit dem finnischen Ex-Präsidentnen Martti Ahtisaari. Jetzt ist die Frage, was denn ein Finne mit dem Kosovo zu tun hat, unausweichlich. Der gute Herr war, so durfte man dem Artikel entnehmen, Initiant der kosovarischen Unabhängigkeitserklärung. Nebst einigen idealistischen Äusserungen zum Kosovo scheint dieser Mann tatkräftig den Kosovo in die Freiheit gebracht zu haben. Auf die Frage, ob das Problem denn nun gelöst sei, wusste er ironischerweise nur zu sagen:

Le Kosovo est maintenaint un problème européen.

Na toll. Löst es das Problem, die Verantwortung auf die Big Brothers im Staatengefüge abzuschieben, Ahtisaaris Plan zufolge die Weltbank in die finanzielle Unterstützung des Kosovo einzubinden? Ich meine: Nein!
Ein Beispiel, warum das nicht gerade sinnvoll ist: Investiert ein enttäuschter und seines Gelds beraubter UBS-Aktionär, um seinen Verlust wieder einzuspielen, aufs Geratewohl und frischfröhlich weiter? Weit gefehlt!
Ebenso wird ein stark verschuldeter Staat kaum neue Kredite aufnehmen, um die alten Schulden zu tilgen - sonst wäre unser AHV-Problem ja schon lange gelöst… Was ich aufzeigen möchte, ist, dass es unsinnig ist in einem instabilen politischen Gefüge drastische Veränderungen vorzunemen. Da kann der gute Herr Ahtisaari noch so sehr davon überzeugt sein, dass der Kosovo mit seinen Braunkohle- und Mineralienressourcen international eine Chance hat - der Kosovo hält, wie er im gleichen Satz einräumen muss, drei traurige europäische Rekorde: Eine Arbeitslosigkeitsquote von etwa 40-60%, die höchste Kindersterblichkeit und die niedrigsten Lebensstandards des ganzen Kontinents.
All das lässt mich zum Schluss kommen, das der Schritt in die Unabhängigkeit, der ja unweigerlich eine Loslösung von den bisherigen ordnenden und absichernden Strukturen bedeutet, kein sinnvoller Schritt war. Instabilität mit Abschottung zu kontern, das erscheint mir doch als politischer Wahnwitz.

Aber gehen wir doch - der Vollständigkeit halber - einmal davon aus, dass der am 17. Ferbuar vollzogene Schritt ein sinnvoller war. Welche Perspektiven hat denn dieses Land nun? Ein grosses Ziel kann es so oder so nicht erreichen, so zum Beispiel wird es ihm unmöglich sein, auf irgendeine Weise von allen andern Balkanstaaten wirtschaftlich abzuheben. Gesamthaft gesehen ist es also zu bezweifeln, dass der Schritt in die Unabhängigkeit für den Kosovo eine Verbesserung in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht bedeutet.
Was sind also die Zukunftsaussichten dieses Landes? Erst mal müssen staatliche Institutionen gebildet werden, müssen fiskale Einrichtungen erarbeitet, Gelder gefunden werden für die Finanzierung all dessen, was einen Staat ausmacht. Denn von einem Wohlfahrtsstaat ist der Kosovo meilenweit entfernt.

Wie wäre es aber, wenn der Kosovo weiterhin eine serbische Provinz geblieben wäre? Stimmt gar nicht, würde da ein Serbe erst mal sagen. Auch Ahtisaari stellt fest:

Depuis 1999, le Kosovo a été un protéctariat onusien.

Das Schwierige an Diskussionen über den Balkan ist die komplexe Geschichte, die diese Region hat - sie reicht bis in die Gegenwart und hat mit dem 17. Februar eine weiter bedeutende Wendung genommen. Natürlich konnte die praktische Besetzung von friedensstiftenden Truppen nicht zum Dauerzustand verkommen. Aber sicherlich ist es gefährlich und unklug, einen Schritt zu machen, mit dem nur die Hälfte der involvierten Parteien einverstanden ist - denken wir bloss an die Konflikte aufgrund von ethnischen Differenzen im Irak.

Quo vadit Kosovo? In die EU? Die Zukunft wird es zeigen…

Gruss, Ueli

PS: Teil zwei dieses Blogs folgt bald!

Unsere Seite ist keine Todesanzeige,

auch wenn sie vielleicht aufgrund ihrer hautpsächlich dunklen Farbgestaltung so wirken mag. Nein, wir haben dieses Design gewählt, um tatsächlich etwas gegen den Klimawandel zu tun! Weisse Bildschirme verbrauchen viel mehr Strom als schwarze, da sie viel heller leuchten - logisch, oder? Deshalb verbraucht jeder Internet-User, währenddem er unsere Blogeinträge liest, weniger Strom als er/sie verbrauchte, wenn der Hintergrund weiss gestaltet wäre. Unserer Meinung nach ist eine graue Schrift auf schwarzem Grund gar nicht so unangenehm fürs Auge und stellt somit unserer Ansicht nach, im Vergleich zu den gängigen Websitegestaltungen mit weissem Hintergrund, keine Verminderung der Lebensqualität dar. Somit können wir es uns auch leisten, diesen kleinen, aber immerhin existenten Beitrag gegen die Klimaerwärmung zu leisten.

Anders sieht es da schon aus, wenn es darum geht, den PC auszuschalten anstatt ihn in den Ruhezustand oder den Standbymodus zu versetzen. Dies IST tatsächlich eine Verminderung der Lebensqualität, die es nicht auf sich zu nehmen gilt, da der der Klimaerwärmung entgegenwirkende Effekt dieser Handlung im Vergleich zum Aufwand deutlich zu klein ist. Sollte ich tatsächlich immer ungefähr zehn mal so lange warten bis mein PC aufgestartet ist, bloss um das Klima langfristig um 0.0000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000001 Grad Celsius weniger zu erwärmen? NEIN DANKE!

Und genau so schauts auch mit meinem Haartrockner als Fussheizung aus. Sorry, ich bin süchtig!

Also dann, weiterhin viel Spass im Kampf gegen die unaufhaltbare Klimaerwärmung - aber lasst euch in eurer Lebensqualität nicht einschränken, wir leben nur ein Mal, und es ist zu schade dieses Leben ohne Stromverschwendung zu leben.

Ich wähle übrigens die Grüne Partei.

In psychologischer Behandlung bin ich auch schon, danke.

peace

So werde ich Präsident von Amerika

- ich bringe mich um und hoffe, dass ich im nächsten Leben auf amerikanischem Territorium geboren werde

- ich hoffe weiter, dass ich in eine christliche Familie geboren werde. Falls nicht, müsste ich mich zum Christentum bekehren.

- ich lasse während meiner Kindheit möglichst viele niedliche Fotos von klein-mir anfertigen; die könnten später hilfreich sein

- bitte meinen Papa, mir von Kindesbeinen an rhethorische Fähigkeiten beizubringen

- auf keinen Fall breche ich jemals das Gesetz, das wird sonst später gegen mich verwendet

- werde ich zufälligerweise auf den Namen eines Diktators auf der anderen Seite der Welt getauft, lasse ich mich umbenennen

- werde ich als Frau geboren, heirate ich den momentanen Präsidenten und lasse mich auf keinen Fall scheiden, auch wenn er mir fremdgeht

- auf der High-School besuche ich auf jeden Fall die Theatergruppe

- ich studiere Wirtschaft, und lasse mich später von jeglichen Konzernen sponsern, um möglichst viele und schöne Plakate drucken zu können

- kaufe mir mit Sponsorgelder Promis, die für mich Werbung machen, damit auch die Dummen von mir angesprochen werden

- in der Schule sage ich immer, ich werde der nächste Präsident sein

- das Gleiche sage ich dann auch zu den Wählern in meinen Wahlkampfreden, mindestens 100 mal pro Rede.

- bemerke ich aber irgendwann meine allfällige Homosexualität, muss ich mich schon wieder umbringen!

Kopflos mit Kopftuch

Tschador, Hidschab, Hijab, es gibt unzählige Namen dafür, je nach Region, in der es getragen wurde. Eines hat es aber überall gemeinsam, das Kopftuch: Es ist niemals ein blosses Modeaccessoire, niemals sind es bloss ästhetische Gründe, ein Kopftuch zu tragen.

Unlängst gelangte der Streit um die Bedeutung des Kopftuches erneut in die internationalen Medien (wir erinnern uns an jene ägyptische Universität, die ihr Kopftuchverbot wieder aufgehoben hatte). Was ist denn da passiert? Der islamische Teil der Welt (alle andern Religionen und Ethnien lassen wir der Einfachheit halber mal aus dem Spiel) beschliesst offenbar, zurück zu einer stärkeren Religiosität zu kehren.

Religiosität, das heisst wohl in diesem Zusammenhang, inwiefern die Religion das persönliche Leben in seiner Alltäglichkeit beeinträchtigt. Verständlicherweise ist das Tragen eines Kopftuches somit eine klipp und klare religiöse Botschaft an die Umwelt: Ich bekenne mich zum Islam und zum Koran.

Und da sind wir schon bei den Problemen: Leider gibt der Koran keine genauen Auskünfte über die Kleidungsvorschriften der Frauen. Vermutlich sind daher die radikaleren Geistlichen froh um die Scharia, dem islamischen göttlichen Recht.

Hijab

Aber oho, es scheint, dass es doch nicht nur die Geistlichen sind. Keinenfalls dürfen wir, besonders in Anbetracht solcher Bilder wie oben, von einem Zwang sprechen - diese Frauen wollen offenbar ihr Leben durch Stoffbahnen hindurch erleben. Bleibt noch die Frage, inwiefern das Kopftuch denn für welche Form des islamischen Glaubens stehen kann. Es ist nämlich wohl kaum so, dass eine jede, die ihren Kopf verhüllt oder ein jeder, der seinen Bart etwas wachsen lässt, ein Extremist oder gar ein Terrorist ist, auch wenn dies einige Herren Staatsoberhäupter nur zu gern sähen.

Warum also, frage ich mich, braucht es ein Kopftuch? Ist es bequem? Wohl kaum. Macht es attraktiv? Au contraire! Was also ist es, dass Frauen sich verhüllen lässt? Die Antwort liegt auf der Hand: Glaube. Glaube an den islamischen Gott und Glaube daran, dass dieser seine weiblichen Schöpfungen verhüllt haben will.

Dieser Glaube sei nun mal dahingestellt - ich werte ihn als Atheist als ungültige Prämisse, aber dies ist einem Gläubigen herzlich egal. Das Problem mit dem Tragen eines Kopftuchs ist für mich vielmehr folgendes:

Oftmals hört man von grausamen Verbrechen an Frauen, die im Namen der Blutrache vollzogen wurden. Zu dieser fragwürdigen Haltung Frauen gegenüber gehört auch eine meiner Meinung nach als krankhafte “Eifersucht” zu bezeichnende Haltung gegenüber dem Kontakt der Ehefrau andern Männern gegenüber: Es schickt sich nicht, ja ist eine Sünde, einen andern Mann als den eigenen viel von seinem Körper sehen zu lassen. Das Kopftuch ist meiner Meinung nach also äusserst hinderlich für den Ausgang des Islam aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, es verhindert, dass archaisch-patriarchische Strukturen aufgelöst werden können und Frauen mehr Rechte und Möglichkeiten bekommen. Daher kann ich es kaum verstehen, wenn eine Frau freiwillig ein Kopftuch anzieht.

Letzlich kann niemand einem andern Menschen gebieten, (k)ein religiöses Symbol zu tragen, und als Teil einer Kultur muss dies wohl akzeptiert werden. Dennoch bleibt der Zweifel: Was hat ein religiöses Symbol an einer Universität zu suchen? Warum tragen islamische Politikerinnen Kopftücher im Parlament?

Erinnern wir uns zurück an grosse Denker und grosse Ideen, Ideen einer besseren Welt dank einer besseren Staatsform. Damals kam man zum Schluss, dass sowohl die Gewalten innerhalb eines Staats, aber auch die Religion vom Staat getrennt werden sollte. Einmal mehr kommen wir also zur Frage nach dem persönlichen und öffentlichen Glauben.

Religion kann niemand verbieten, doch sie gehört ins stille Kämmerlein und zur Privatsphäre - nicht an die Universität, nicht ins Parlament, nicht ins öffentliche Leben. Das Kopftuch, mehr Hindernis als Hilfe, mehr Symbol für eine archaische Gesellschaft als vernünftige Religiosität, sollte nicht wieder eingeführt werden.

Gruss, Ieggel

PS: Mit diesem Blog möchte ich keine religiösen Gefühle verletzen und auch nicht nach dem Karikaturenstreit einen Blogstreit heraufbeschwören. Ich respektiere das Tragen eines Kopftuchs gezwungenermassen aus Vernunft - ich äusser(t)e aber meine Bedenken über den Sinn desselben.

Vom Volk bestimmter Präsident?

Ok, ich musste gerade einen Geschichstest schreiben und ich war grottenschlecht - ausser wohl in der letzten Aufgabe, die gehörte in die Kategorie “Current Events”. Dazu gab uns der Lehrer einfach (wie so oft) folgendes Cartooon mit der Aufgabe, dies zu beschreiben und einen kurzen persönlichen Kommentar dazu zu machen:

putinenmedvedevtj.jpg

Man kann eindeutig Putin erkennen, wie er Medwedev zum Präsidenten “hochhebt”, er aber immer noch der Grössere von beiden ist, was wohl zum Ausdruck bringen will, wie der Ex-Präsident immer noch vieles unter Kontrolle hat.

Die Wahl in Russland lief ja bekannterweise eher pseudodemokratisch ab. Medwedev wurde bereits gekrönt, die Wahlen fanden eigentlich “bloss” statt, um die Regierungsgewalt des neuen Präsidenten zu legitimieren - eine wirkliche Wahl hatten die Russen nicht. Um eine möglichst hohe Stimmbeteiligung und somit eine hohe Legitimation zu erreichen, wurden vom Staat Einkaufs-, ja sogar Discogutscheine als Belohnung für die Wahlteilnahme verteilt.

So weit, so gut. “Add a short personal comment” war der letzte Teil der Aufgabe. Also machte ich mich dahinter: Während Russland dem Volk keine Wahl lässt und die Leute “bloss” der Legitimation wegen stimmen gehen müssen, passiert gleichzeitig in Amerika das pure Gegenteil. Dort braucht man ungefähr eineinhalb Jahre um herauszufinden, wer der nächste Präsident Amerikas wird. Eine Über-Demokratie! Der amerikanische Wahlkampf verfolgt sogar uns Europäer Tag und Nacht international wird dem gesamtem Vorgang grösste Aufmerksamkeit geschenkt. Doch haben die Amerikaner tatsächlich eine so viel grössere Wahl als die Russen? Diese, wie es mich dünkt, übertriebene Demokratie, führt eigentlich wieder dazu, dass man keine Wahl hat. Genau so wie uns das unser Geschichtslehrer einmal erklärte mit politisch links und politisch rechts. Die zwei extremen Enden treffen sich eigentlich wieder. So ähnlich sehe ich das mit der Präsidenten”wahl” in Amerika und Russland. In Russland haben die Leute offensichtlich keine Wahl, in Amerika ist die “pseudowahl” etwas undurchsichtiger. Zwar kann jeder Stimmbürger und jede Stimmbürgerin (aaah diese übertriebene Frau-Mann-Gleichstellung fordert meine Fingermuskeln!) für den Kandidaten oder die Kandidatin (aaah schon wieder! Und das nur wegen Hillary!) stimmmen, für die er oder sie will, doch wird dieser Wille offensichtlich beeinflusst; beeinflusst durch die Werbekampagnen, die rhetorischen Künste und die verschiedenen Wahlkampfversprechungen der Kandidaten. Schlussendlich gewinnt derjenige, der das meiste Geld in die Wahlkampagne steckt, am besten redet und die tollkühnsten, wenn vielleicht auch leersten, Wahlversprechungen abgibt. In Russland wird der Präsident durch den vorhergehenden Präsidenten Bestimmt, in Amerika unter anderem, aber vielleicht auch hauptsächlich durch finanzielle Mittel. In beiden Ländern besteht nicht wirklich eine Wahl, Freiheit, wo gibt es Freiheit, was ist Freiheit?

Und vor allem: Wo bleibt das goldene Mittelmass?

Ok, short war dieser Comment nicht, doch glücklicherweise schlüpfre ich diesen Sommer auch mit einer 2.5 in Geschichte durch die Matur…

peace

“Der Herr ist mein Hirte…”

…und was ist mit den schwarzen Schafen (in) der SVP?

Das Leben als Noch-Gymnasiast.

Ist es denn wirklich so? Ist der Weg das Ziel, wie die Website unserer Schule vorgibt? Dies ist ein Streitpunkt, der alle Schüler einmal in ihrer Karriere beschäftigt.

Das Bildungsinstitut auf der Schwimmebene, wie man unser Schulhaus auch neckisch zu nennen pflegt, ist aber je länger desto mehr bloss eine Station. Eine Station auf dem Weg zum wahren Leben, vielleicht?

So ist denn auch die Matura, die uns in einigen wenigen Monaten erwartet, mehr Farce als ernsthafte Bedrohung. Als Neuling im Gymnasium versuchte man sich das Gefühl vorzustellen: Maturprüfung. Wie anders das Gefühl doch ist, als vorgestellt!

Niemand kann ernsthaft behaupten, es sei Wissen, das hier vermittelt werde, Wissen, mit dem wir unsere Reife beweisen müssen. Zu meinem Bedauern ist es oftmals immer noch stupides Auswendiglernen, kein eigenständiges, kreatives Denken, sondern nichts anderes als das Richtige zu lernen und das Richtige zu wissen.

Ist das das Ziel? Oder doch eher der Reifeprozess, zu merken, dass die Matur wohl doch nicht das ist, was wir uns immer darunter vorgestellt hatten?

Reifer sind die meisten allemal, wenn sie diese Schule verlassen werden. Schulische Reife allerdings, da bin ich mir nicht so sicher. Vielmehr stelle ich mir die Frage, ob die Schule selbst jemals reif war oder sein wird…

Zum Abschluss nur noch diese Zeilen meines geschätzten Mathematiklehrers (mit Zusatzschleife ist das Wiederholen des letzten Schuljahres gemeint):

Matur ahoi!

Auf dass die Arbeitswut ergreife
Dich auf dem letzten Weg zur Reife.
Lerne, schufte, niemals kneife -
Des Teufels ist die Zusatzschleife!!

Na denn, auf zur Matur!

Impertigo contagiosa. Oh Amy!

Seit die erste Schallwelle, produziert von deiner Stimme via meinem hörendes Sinnesorgan mein Gehirn erreichte, war ich ein Fan von dir. Zwar habe ich noch keine deiner Platten gekauft, da Limewire deutlich günstiger ist als Exlibris und ich genau so Drogen benötige wie du. Nur kannst du dir bereits massenhaft Kokain kaufen und Marijuana hast du bestimmt im Überfluss. Utilitaristisch gesehen handle ich somit moralisch eigentlich nicht unkorrekt.

Aber was ich eigentlich sagen wollte: Trotz deiner komischen Haare steh ich auf dich. Oder besser STAND ich auf dich (im metaphorischen Sinne natürlich), denn heute entdecke ich dieses schreckliche Bild deiner angeschwollenen Backe auf 20min.ch. Wie konnte es so weit kommen? Hast du so viel geraucht, dass deine Schleimhäute jegliche Abwehrkräfte verloren, oder warst du deinem Pete Doherty Verschnitt nicht treu und hast sie dir bei einem Anderen aufgelesen? Sind gar noch stärkere Drogen für diene offensichtliche Immunschwäche verantwortlich oder war gar dein Freund dir nicht treu. Wäre garnicht so selten, dies übrigens ist der häufigste Ansteckungsweg von HIV/AIDS, die feste Partnerschaft.

Aber wieder zu dieser komischen Krankheit. Impetigo contagiosa, so ist sie auf Wikipedia eingetragen. “Eine hochinfektiöse bakterielle Hautinfektion, die hauptsächlich bei Kindern sowie Neugeborenen auftritt und deren Symptome besonders stark im Bereich des Gesichts und der Extremitäten zu sehen sind. Synonym werden die Begriffe Impetigo vulgaris, auch „Grindblasen“, „Grindflechte“, „Borkenflechte“ oder „Schleppe“ verwendet. “

“Grindblasen”? Betrachte ich das schöne Impertigo-Foto von Amy kommt mir vor allem die Berndeutsche entsprechung von “Grind” in den Sinn: Kopf. Kopfblasen. Und dazu noch hochinfektiös! Amy bleib im haus, ich will dich nicht mehr sehen! Tritt schon garnicht live auf, ich könnte es möglicherweise am Fernseher hören und wer weiss, vielleicht breiten sich diese HOCHINFEKTIÖSEN Bakterien sogar über den Audiokanal meines Fernsehgeräts aus!

amy

Um die heilbare aber äusserst hässlich aussehende und wohl unbequeme Krankheit zu therapieren soll man laut Wikipedia “Die Fingernägel des Betroffenen kurz schneiden, damit die Möglichkeit des Kratzens und somit einer Weiterverbreitung reduziert wird” Bei deinen wunderschönen langen, dunkelblau lackierten Fingernägeln, Amy, habe ich wohl berechtigte Sorgen um deine Gesundheit. Die Krankheit könnte sich am ganzen Körper ausbreiten und sähe dann so aus:
Aber200px-impetigo.jpg bitte schneide dir die Fingernägel trotzdem nicht ab. Kratz dich doch einfach nicht! THC ist übrigens ein äusserst potentes Schmerzmittel, vermindert unangenehmes Kribbeln auf der Gesichtseiterblase. Alkohol wirkt sich auch positiv auf allfällige unangenehme Empfindungen aus. Also Amy, schön kiffen und trinken, damit du dich nicht kratzen musst, deine Fingernägel lang und schön bleiben dürfen und deine Krankheit trotzdem schnell ausheilt.

Bis dahin höre ich mir schon mal einen deiner heruntergeladenen Songs an - wennn du mal nicht genug Geld haben solltest um Drogen zu kaufen, ruf mich einfach an. Ich schick dir dann nen 50er per post, so quasi als Entschädigung.

herzlich

Hilt